Maria-Theresia-Klinik: Newsdetails
Prof. Dr. Frank Grünwald (r.) stellte den Schilddrüsenspezialisten die so genannte Radiofrequenzablation vor. Hier im Bild mit Chefarzt Prof. Dr. Dr. Tomas F. Hoffmann

Schilddrüse: Neue Behandlungsmethoden und Untersuchungsverfahren vorgestellt

Ärztefortbildung in der Maria-Theresia-Klinik - Radiofrequenzablation kann manche Operation vermeiden

Vor kurzem fand in der Maria-Theresia-Klinik eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte statt. Eingeladen waren Schilddrüsenspezialisten aus ganz Bayern. Dabei wurde über neue Therapieverfahren ebenso gesprochen wie über innovative Untersuchungsmethoden im Vorfeld einer Operation.

Prof. Dr. Everhard van den Flierdt, Nuklearmediziner und Radiologe aus München, stellte Ergebnisse eines neuen Untersuchungsverfahrens an der Schilddrüse, der so genannten „Mibi-Szintigraphie“, vor, durch die kalte Schilddrüsenknoten weiter abgeklärt werden können. Dadurch kann noch genauer als bisher gestgestellt werden, ob und wie dringend eine Operation nötig ist.

Anschließend referierte Prof. Dr. Frank Grünwald, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt, über eine brandneue Behandlungsmethode an der Schilddrüse, die „Radiofrequenzablation“. Dabei können manche, ausgewählte Knoten von außen anpunktiert werden und dann durch Wärme- oder Ultraschallbehandlung verkleinert bzw. zerstört werden. In ausgewählten Fällen kann so eine Operation vermieden oder hinausgezögert werden. Prof. Grünwald ist auf diesem Gebiet ein ausgesprochener Spezialist und hat als Direktor der Univerisitätsklinik Frankfurt weltweit die meisten Eingriffe dieser Art durchgeführt.

Im Abschlussvortrag demonstrierte Oberärztin Dr. Carolin Orlitsch die in der Maria-Theresia-Klinik eingesetzten Überwachungsverfahren des Stimmbandnerven, des so genannten „Nervus recurrens“, während einer Schilddrüsenoperation. Der Stimmbandnerv kann durch eine schwache elektrische Reizung jederzeit während der Operation geprüft werden. Man spricht dann von einem „Neuromonitoring“. In dem bei uns durchgeführten Verfahren – dem „permanenten Neuromonitoring“ – wird der Stimmbandnerv aber nicht nur gelegentlich geprüft, sondern durch einen permanenten schwachen Strom durchgängig überwacht. Dadurch können Läsionen an dem empfindlichen Nerv noch häufiger vermieden werden.

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