Hernien-OP: neue OP-Methoden für mehr Sicherheit

Die Hernienchirurgie ist mit über 700 Hernien-OPs pro Jahr eines unserer Spezialgebiete. Hernien sind Schwachstellen bzw. Lücken in der Bauchwand, durch die sich Teile des Bauchraumes nach außen vorwölben können. Diese Brüche können an den unterschiedlichsten Orten auftreten, zum Beispiel am Zwerchfell.

 

Da eine spontane Heilung im Erwachsenenalter nicht zu erwarten ist, sollte eine Hernie möglichst frühzeitig operiert werden. Wir bieten Ihnen eine individuelle, maßgeschneiderte Behandlung, um den Bruch zu beseitigen und die Stabilität der Bauchwand wiederherzustellen. Neue OP-Methoden helfen uns dabei, Rückfälle zu vermeiden. Der Klinikaufenthalt dauert in der Regel einen bis fünf Tage.

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Hernien – in dieser Form treten sie auf

 

 

Der Leistenbruch ist die mit Abstand häufigste Form einer Hernie und betrifft vor allem Männer. Meist lässt sich eine Leistenhernie durch Abtasten erkennen. Falls der Befund nicht eindeutig ist, bringt eine Ultraschalluntersuchung Klarheit. Die Operationsmöglichkeiten sind vielfältig: Bei offenen Operationen liegt der Schnitt direkt über dem Bruch. Bei der schonenden, minimalinvasiven Operation verschließen unsere Spezialisten die Lücke von innen, also über einen kleinen Schnitt am Nabel. Oft stabilisieren wir den Bruch beim Vernähen mit Kunststoffnetzen.

 

Auch ein Nabelbruch ist häufig und lässt sich ertasten. Er kann bei Kindern ebenso auftreten wie bei Erwachsenen. Oft sind Frauen während oder nach der Schwangerschaft betroffen. Die Größe der Bruchpforte können unsere Experten im Ultraschall sehr gut vermessen. Je nach Ergebnis der Untersuchung wird die Hernie dann entweder durch eine direkte Naht verschlossen oder es kommen Kunststoffnetze zum Einsatz. In vielen Fällen ist dieser Eingriff ambulant möglich.

 

Ein Narbenbruch tritt meist infolge von Zug- und Druckbelastungen in der Nähe einer Operations- oder Verletzungsnarbe auf. Narbenhernien werden erfahrungsgemäß mit der Zeit größer und damit schwieriger zu beheben. Eine Operation sollte daher relativ frühzeitig erfolgen. Ob wir „offen“ operieren oder minimalinvasiv, hängt von der Größe und Anzahl der Lücken, von der Art der Voroperation und vom Patientenwunsch ab. Bei sehr kleinen Hernien kann der Verschluss durch eine direkte Naht der Bindegewebsschicht erfolgen. Um ein Wiederkehren zu vermeiden, muss bei den meisten Narbenhernien ein Kunststoffnetz zur Verstärkung eingebracht werden.

Zwerchfellhernien sieht man von außen nicht. Normalerweise müssen sie nur bei Beschwerden operiert werden. Die operative Korrektur erfolgt in der Regel minimalinvasiv. Nachdem der Magen und die Speiseröhre wieder in den Bauchraum verlagert worden sind, engen unsere Spezialisten die Durchtrittsöffnung so weit ein, dass der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt ist. Dies geschieht meist durch direkte Naht des Zwerchfells, nur bei sehr großen Hernien ist die Einlage eines Kunststoffnetzes nötig. Oft wird zusätzlich noch eine sogenannte Refluxplastik durchgeführt, durch die der Verschlussmechanismus des Magens wiederhergestellt wird.

Brüche zwischen Nabel und Brustbein werden als epigastrische Hernien bezeichnet. Sie sind meist relativ klein und treten erst im Lauf des Lebens als Vorwölbungen in der Mittellinie im Oberbauch auf. Je nach Größe der Bruchlücke, die im Ultraschall ausgemessen wird, stehen Nahtverfahren mit einem kleinen Schnitt direkt über der Vorwölbung sowie netzbasierte Verfahren zur Verfügung. Hierbei können unsere Spezialisten das Netz entweder über einen kleinen Schnitt offen oder minimalinvasiv einbringen. Oft ist dieser Eingriff ambulant möglich.

 

Brüche, die neben einem künstlichen Darmausgang für Stuhl oder Harn entstehen, nennt man Parastomalhernien. Sobald die Schmerzen zunehmen oder die Stomaversorgung nicht mehr möglich ist, ist eine operative Versorgung nötig. Zunächst muss geklärt werden, ob das Stoma weiter benötigt wird oder ob eine Rückverlagerung das Problem lösen kann. Muss das Stoma dauerhaft bestehen, engen unsere Spezialisten die Lücke auf das ursprüngliche Maß ein. Hierzu sind fast immer Kunststoffnetze nötig.

Alles unter einem Dach: Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

An unserer Klinik haben wir einen eigenen Fachbereich Anästhesie/Intensivmedizin. Unsere Narkoseärzte versorgen Sie vor, während und nach Ihrer Operation optimal und führen auch die Schmerztherapie durch.  

 

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Gut aufgehoben

Das möchten wir Ihnen bieten: einen angenehmen Aufenthalt und gute Besserung. Lesen Sie hier alles, was Sie dazu wissen müssen. 

 

Zu Aufnahme und Aufenthalt