Maria-Theresia-Klinik: Hygienemanagement

Hygiene in der Maria-Theresia-Klinik

Die Verhütung von Infektionen, die im Zusammenhang mit einer Behandlung in unserer Klinik entstehen können, hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Die konsequente Umsetzung der bei uns durchgeführten Hygienemaßnahmen hat u.a. dazu beigetragen, dass sich in den vergangenen Jahren bei uns im Haus kein einziger Patient eine Infektion durch die besonders gefürchteten multiresistenten MRSA-Bakterien (methicillinresistenter Staphylococcus aureus) neu zugezogen hat.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Freiburg, haben wir für Ärzte und Pflegekräfte spezielle Hygienepläne entwickelt. Regelmäßig aktualisieren wir unsere Standards nach den neuesten wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die klinikinternen Hygienepläne, die allen Mitarbeitern in unserem Intranet jederzeit zugänglich sind, beinhalten u. a. folgende Themen:

- Standardhygiene (Händehygiene, Einsatz von Einmalhandschuhen und Schutzkleidung, Reinigung und Desinfektion  etc.)
- Spezifische Verhaltensregeln bei übertragbaren Infektionen inkl. eventueller Isolierungsmaßnahmen
- Reinigungs-und Desinfektionspläne für die jeweiligen Bereiche
- Verhalten im Operationsbereich
- Medizinprodukteaufbereitung

Zweimal im Jahr tagt unsere Hygienekommission mit leitenden Mitarbeitern aus allen Bereichen. Jeweils vor den Hygienekommissionssitzungen findet eine Begehung des gesamten Hauses durch Mitarbeiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene statt, bei welcher die Umsetzung der Hygienevorschriften kontrolliert wird.

Hierbei wird auch kontrolliert, ob sich das Personal im Umgang mit den Patienten entsprechend den Hygienevorschriften verhält. Dies beinhaltet auch, dass in unserem Hause Ärztinnen und Ärzte keinen Kittel tragen; als Oberteil wird ein kurzes Poloshirt getragen, damit die Unterarme frei sind. Das Tragen von Uhren oder Schmuck ist strengstens untersagt. Außerdem finden mindestens zweimal im Jahr hygienebezogene Fortbildungsmaßnahmen für die medizinischen und pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt.

Speziell zur Eindämmung von MRSA-Bakterien führen wir bei Risikopatienten, die zu uns kommen, einen MRSA-Schnelltest durch. Damit ist gewährleistet, dass bereits am Tag der Aufnahme bei Risikopatienten ein eindeutiger Befund vorliegt und die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden können, um eine Verbreitung im Hause zu verhindern. Als Risikopatienten gelten:

1. Alle Patienten bei Verlegung von einem anderen Krankenhaus
2. Alle Patienten bei Verlegung von einem Alten- oder Pflegeheim
3. Alle Patienten mit Wunden
4. Patienten, bei denen bekannt ist, dass sie früher eine MRSA-Infektion aufwiesen
5. Multimorbide Patienten
6. Patienten, die in der Tierzucht/Viehmast tätig sind.
7. Patienten, die im Gesundheitswesen tätig sind.

Unsere hygienebeauftragte Medizinerin ist Oberärztin Dr. Carolin Orlitsch.