Maria-Theresia-Klinik: Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

Prof. Dr. med. Max Lebsche

Gegründet von Prof. Dr. Max Lebsche
Das denkmalgeschützte Bauwerk der Maria-Theresia-Klinik wurde 1923 ursprünglich als Forschungsstätte für den berühmten Psychiater Emil Kraeplin errichtet. 1930 erwarb es Prof. Dr. Max Lebsche, Extraordinarius für Chirurgie an der Poliklinik der Universität und einer der wichtigsten Vertreter der weltberühmten Sauerbruch'schen Chirurgenschule. Er wandelte das Haus um in eine chirurgische Privatklinik, die anfangs Platz für 35 Kranke bot und zum Andenken an die letzte bayerische Königin den Namen Maria-Theresia-Klinik erhielt. Als Ärzte fungierten Mitarbeiter Lebsches aus dem poliklinischen Institut der Universität. Und die Pflege der Kranken übernahmen von Anfang an Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul.

Maria-Theresia-Klinik in der Gründerzeit

Seit 1952 in der Trägerschaft der Barmherzigen Schwestern
Seine Einstellung brachte Lebsche zur Zeit des Nationalsozialismus in große Schwierigkeiten. Denn nie war er bereit, dem Geist des Hitler-Staates Zugeständnisse zu machen. Für die Maria-Theresia-Klinik bedeutete dies, dass sich hier Kranke aller weltanschaulichen Richtungen, aller Nationalitäten und Konfessionen sicher fühlen konnten. Kontroversen mit den Machthabern führten dazu, dass Lebsche 1938 aus dem Staatsdienst entlassen wurde und seine akademische Laufbahn aufgeben musste. Nach dem Krieg wurde Lebsche jedoch rehabilitiert und zum Ordinarius sowie Leiter der Universitätsklinik ernannt. Krankheitsbedingt konzentrierte er sich aber ab 1947 wieder auf die Leitung seiner Maria-Theresia-Klinik. Die Sorge um ihre Zukunft veranlasste Lebsche 1952 dazu, die Maria-Theresia-Klinik der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul zu übereignen. Längst war das Bauwerk zu klein und obendrein reparaturbedürftig geworden. Die Ordensgemeinschaft stemmte denn auch umgehend in den Jahren 1952 und 1953 eine Sanierung und einen Anbau, so dass jetzt 65 Kranke aufgenommen werden konnten. Bis zu seinem Tod 1957 widmete sich Prof. Max Lebsche als ärztlicher Leiter den Patienten der Klinik. 

n den 1950-er Jahren

Spezialisierung: Reaktion auf Wandel der Chirurgie
Unter Lebsches Nachfolger, Prof. Dr. Karl Tauber, konzentrierte die Maria-Theresia-Klinik nach 1957 ihr Operationsprogramm. Denn aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Spezialisierungen war es für keinen Arzt mehr möglich, das gesamte Fachgebiet der Chirurgie zu beherrschen. Unter Taubers ärztlicher Leitung erhielt die Klinik auch erstmals eine eigene Anästhesieabteilung. Bis zu seinem Tod im Jahr 1974 erwies sich Tauber als erfolgreicher ärztlicher Leiter.

In den 1980-er Jahren

1975 bis 1977: Wegen Umbau geschlossen
Danach waren die Barmherzigen Schwestern gezwungen, einen radikalen Schnitt zu ziehen. Um die Maria-Theresia-Klinik weiter erhalten zu können, musste sie auf dem bisherigen Gelände komplett umgestaltet werden. Denn in München waren inzwischen hochmoderne Krankenhaus-Neubauten entstanden, mit deren komfortablerer Ausstattung die Maria-Theresia-Klinik ohne große bauliche Veränderungen nicht mehr hätte Schritt halten können. Am 15. Juli 1975 schloss deshalb die Klinik ihre Pforten für einen Umbau des Hauses. Bis zur Einweihung am 15. April 1977 ruhte der Betrieb ganz. Unter Prof. Dr. Alfred Schaudig, der von der Wiedereröffnung bis zu seiner Pensionierung 1995 als Chefarzt wirkte, blieb die Klinik wie die Jahrzehnte zuvor für alle Kranken ein sicherer Hort der Hilfe und Geborgenheit.

2003: Erweiterung und Sanierung abgeschlossen
In der Tradition Lebsches wirkte bis Frühjahr 2011 ein Chefarztgespann: Prof. Dr. Dr. Tomas F. Hoffmann und Dr. Michael Zimmermann. In ihre Wirkungszeit fiel die dritte große Sanierung und Erweiterung in der Geschichte des Hauses, die von 2001 bis zum Frühjahr 2003 bei laufendem Klinikbetrieb durchgeführt wurde. Dabei wurde die gesamte Ausstattung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zudem verschaffte ein moderner Anbau den dringend benötigten zusätzlichen Raum. Im Krankenhausbedarfsplan des Freistaats Bayern ist die Maria-Theresia-Klinik als Fachklinik für Chirurgie heute mit 68 Betten ausgewiesen. Nachdem Chefarzt Dr. Michael Zimmermann 2011 in den Ruhestand getreten ist, wurde die Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dr. Tomas F. Hoffmann wieder in einer einzigen Abteilung zusammen gefasst.